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Stimmen, Aussagen & Beschlüsse


Bürger, Initiativen, Unternehmen


Gerhard Petztholtz, Stahnsdorf

Die Stammbahn wird nicht wieder in Betrieb genommen, was nicht heißen soll, dass die Region Kleinmachnow, Stahnsdorf, Teltow von der Schiene abgehängt bleibt. Im Gegenteil: nun ist der Weg frei, die mit nur 20 Millionen Euro veranschlagte Verlängerung der S-Bahn (S25) von Teltow nach Stahnsdorf in Angriff zu nehmen. Über die Vorteile dieser Variante, von der wesentlich mehr Einwohner profitieren, ist schon viel gesagt worden. Damit wäre auch der Weg für die Friedhofsbahn geebnet, nämlich mit dem Ringschluss nach Wannsee oder Zehlendorf. Nicht nur Stahnsdorfer Bewohner könnten sich dann freuen, auch Besucher des Südwest-Kirchhofs, für welchen die S-Bahn einst errichtet wurde.
Quelle: Leserpost, PNN, 8. März 2008. Verkehrssituation in Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf. Stammbahn bleibt Geschichte


Gemeinde und Stadt (Kommunen-Ebene)


Gemeinde Kleinmachnow

Antrag: Die Landesregierung wird aufgefordert, in den noch in diesem Jahr aufzustellenden Nahverkehrsplan für den Schienenpersonennahverkehr des Landes die Stammbahn und den Ringschluss der S-Bahn von Teltow über Stahnsdorf-Südwestkirchhof (Friedhofsbahn) nach Wannsee aufzunehmen. Damit würde dem wachsenden Verkehrsaufkommen in der Region Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf Rechnung getragen und – hinsichtlich der Stammbahn und der Friedhofsbahn – der Ausbauzustand vor Krieg und Teilung wieder hergestellt.
Erläuterung: Die Gemeinde Kleinmachnow und Stahnsdorf brauchen unbedingt eine Anbindung an den schienengebundenen ÖPNV. Mit der Stammbahn und der Friedhofsbahn können bestmöglich die Bedarfe der Bürger erfüllt werden und individuelle Autoverkehr vermieden werden.
Ergebnis: Angenommen in der GV.
Quelle: DS 238/05: Aufnahme der Stammbahn und des S-Bahn-Ringschlusses Teltow-Wannsee in den Nahverkehrsplan für den Schienenpersonennahverkehr (GV am 18. August 2005)

Gemeinde Stahnsdorf

Beschluss Nr. 05/116
Die Gemeindevertretung Stahnsdorf hat in ihrer Sitzung am 20.10.2005 beschlossen:
Die Landesregierung wird aufgefordert, in den noch in diesem Jahr aufzustellenden Nahverkehrsplan für den Schienenpersonennahverkehr des Landes, die Stammbahn und den Ringschluss der S-Bahn von Teltow über Stahnsdorf-Südwestkirchhof (Friedhofsbahn) nach Wannsee aufzunehmen. Damit würde dem wachsenden Verkehrsaufkommen in der Region Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf Rechnung getragen und hinsichtlich Stammbahn und Friedhofsbahn – der Ausbauzustand vor Krieg und Teilung wiederhergestellt.
Quelle: Amtsblatt für die Gemeinde Stahnsdorf , 4. Jahrgang, Nr. 11

Stadt Teltow

Beschluss-Nr.: 04/21/2005
„Die Landesregierung wird aufgefordert, in den noch in diesem Jahr aufzustellenden Nahverkehrsplan für den Schienenpersonennahverkehr des Landes die Stammbahn und den Ringschluss der S-Bahn von Teltow über Stahnsdorf – Südwestkirchhof (Friedhofsbahn) nach Wannsee aufzunehmen. Damit würde dem wachsenden Verkehrsaufkommen in der Region Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf Rechnung getragen und – hinsichtlich Stammbahn und Friedhofsbahn – der Ausbauzustand vor Krieg und Teilung wiederhergestellt.“
Quelle: AMTSBLATT für die Stadt Teltow , Nr. 17 Jahrgang 14,


Kreis-Ebene


Landkreis Potsdam-Mittelmark

Im Rahmen der Untersuchungen zum Verkehrsentwicklungsplan wurde der Wiederaufbau der ehemaligen S-Bahn-Strecke Berlin-Wannsee – Stahnsdorf mit den dazugehörigen Bahnhöfen verkehrlich untersucht. Im Jahre 2015 sind auf der S-Bahnstrecke von Stahnsdorf nach Berlin-Wannsee täglich 600 Fahrgäste zu erwarten. Dies setzt die Anpassung des Busnetzes im Einzugsbereich der S-Bahn und die Anbindung der Bahnhöfe an das Busnetz voraus.
Die S-Bahn-Verbindung Teltow Stadt – Stahnsdorf wird im Geltungszeitraum des Verkehrsentwicklungsplans (2015) voraussichtlich jedoch nicht realisiert werden.
Quelle: Verkehrsentwicklungsplan 2015, Landkreis Potsdam-Mittelmark
[Es] steht die Schienenverkehrsverbindung für den betrachteten Raum Potsdam – Stahnsdorf – Kleinmachnow - Teltow an der Schwelle der Wirtschaftlichkeit. Neben der Aufwertung des gesamten Umfeldes und für eine nachhaltige Entwicklung dieser Region ist die Schienenverkehrsverbindung bei sich weiter verbessernden Rahmenbedingungen das geeignete Verkehrsmittel im ÖPNV. Die vorgesehenen ÖPNV-Trassen sollten weiter freigehalten werden.
Quelle: Fortschreibung Nahverkehrsplan, Landkreis Potsdam-Mittelmark 2007 - 2010


Landes-Ebene


Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung

Bei weiteren Schienenverkehrsprojekten in der Region Potsdam - Teltow – Stahnsdorf, wie die Stadtbahn Potsdam - Teltow und die S-Bahn von Wannsee nach Teltow (sog. Friedhofsbahn), müssen die Realisierungschancen geprüft werden. Der Sachverhalt zur Stammbahn ist Gegenstand eines Prüfauftrages des Landtages (Beschluss vom 8. Juli 2005 (Drs 4/1319-B)). Auf die ausstehenden Ergebnisse der laufenden Nutzen-Kosten-Untersuchung wird verwiesen.
Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg
Landesnahverkehrsplan 2008 – 2012
Potsdam, 16. Januar 2008

Infrastrukturminister Reinhold Dellmann

„Der Landesnahverkehrsplan ist die Richtschnur für unser politisches Handeln der kommenden Jahre. Wir wollen bisher schwach ausgelastete Strecken attraktiver machen und mehr Fahrgäste auf die Schiene bringen. Dazu gehört auch, stärker auf das Einhalten von Qualitätsstandards in den Zügen und auf den Bahnsteigen zu achten. Auch der Wettbewerb auf der Schiene soll durch weitere Ausschreibungen konsequent weitergeführt werden. Zudem sollen keine weiteren Strecken abbestellt werden. Wir haben allerdings auch nur geringe Spielräume für zusätzliche Leistungen auf den Regionalstrecken. Dennoch ist der Regionalverkehr in Brandenburg und Berlin einer der besten in Europa. Das haben externe Studien gezeigt.“
Quelle: Pressemitteilung vom 22.01.2008 - Infrastrukturminister Reinhold Dellmann hat das Kabinett über den Landesnahverkehrsplan für die Jahre 2008-2012 informiert. Der Landesnahverkehrsplan ist im Internet unter www.mir.brandenburg.de abrufbar.

Landtag Brandenburg

Frage 7:
Welche Chancen sieht die Landesregierung für die Reaktivierung der Stammbahn bzw. der Friedhofsbahn?
zu Frage 7:
Durch Landtagsbeschluss vom 08.06.2005 wurde die Landesregierung beauftragt, die Möglichkeiten der Finanzierung des Wiederaufbaus der Potsdamer Stammbahn bis zum ersten Quartal 2006 zu prüfen. In diesem Zusammenhang werden auch weitere mögliche Schienenanbindungen im Raum Potsdam - Stahnsdorf - Teltow - Berlin geprüft. Das Ergebnis dieser Prüfung soll abgewartet werden, um auf der neuen Erkenntnisbasis das weitere Vorgehen abzustimmen. Grundsätzlich befürwortet das Land Brandenburg den Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Kosten der Infrastruktur und der Verkehrsleistungen zu 4/5 vom Land Berlin zu tragen sind, weshalb jede Aktivität nur von beiden Ländern gemeinsam getragen werden kann. Der Ringschluss Teltow bzw. die Friedhofsbahn erscheint daneben nicht vordringlich.
Frage 8:
Welcher Zeithorizont für die Reaktivierung der genannten Bahnlinien wäre realistisch?
zu Frage 8:
Planung und Realisierung würden mindestens fünf Jahre in Anspruch nehmen.

Frage 9:
Welche Voraussetzungen müssten für die Reaktivierung der genannten Bahnlinien geschaffen werden?
zu Frage 9:
Es muss ein nachweisbares Verkehrsbedürfnis vorliegen und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme durch Finanzierung der Infrastruktur durch den Bund und die Länder Berlin und Brandenburg bzw. Bestellung der Verkehrsleistungen durch die Länder nachgewiesen sein. Hierzu ist insbesondere das Einvernehmen mit dem Land Berlinerforderlich.
Quelle: Landtag Brandenburg Drucksache 4/2235
Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 855 der Abgeordneten Anita Tack, Fraktion der Linkspartei.PDS, Drs. 4/2128

Dr. Jens Klocksin MdL

Mit der Verlängerung der S-Bahn von Lichterfelde Süd nach Teltow Stadt ist ein wichtiger Schritt zur Integration in das Berliner S-Bahn-Netz getan. Die Verlängerung der S-Bahn nach Stahnsdorf und Wannsee ist aus regionaler Sicht wünschenswert, da damit die Netzverknüpfung mit dem Regionalbahn- und S-Bahn-Haltepunkt Wannsee geschaffen würde. Der Ringschluss ist auch technisch möglich, zumal die Deutsche Reichsbahn bereits in den 1930er Jahren wesentliche Teile der Strecke trassiert bzw. - im Abschnitt Stahnsdorf- Südwestkirchhof und Wannsee als Friedhofsbahn - unter Betrieb hatte. Die Trasse ist bis heute freigehalten und auch in den geltenden Flächennutzungsplänen für den SPNV vorgesehen. Auch die Trasse der Stammbahn von Berlin-Zehlendorf nach Griebnitzsee ist in Gänze freigehalten und bietet sich für den Regionalverkehr sowie als SPNV-Erschließung für Kleinmachnow und Dreilinden/ Europarc an. Als drittes Projekt der schienengebundenen Erschließung ist die schon Mitte der 1990er Jahre diskutierte Straßenbahn-Verbindung von Potsdam nach Teltow Regionalbahnhof denkbar.
Stammbahn und S-Bahn-Ringschluss sollten, auch wenn ihre Realisierung erst mittel und langfristig möglich sein wird, Bestandteile des Nahverkehrsplanes des Landes sein.
Mit ihrer Realisierung würde dann Wirklichkeit, was vor 100 Jahren, beim Bau des Teltowkanals schon als Erfordernis formuliert wurde.
Quelle: Pressemitteilung: Fünf Schritte für die Region. Dr. Jens Klocksin, Mitglied des Landtages Brandenburg, Teltow, 6. April 2005


Bundes-Ebene


Bundesministerium für Verkehr,Bau,Stadtentwicklung

Der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 einen traurigen Höhepunkt und führte zur völligen Lahmlegung der einstigen Eisenbahnmetropole Berlin. Folgender Abschnitt war davon betroffen: Wannsee - Stahnsdorf.
Unmittelbar nach dem Fall der Berliner Mauer war klar, dass das vereinigte Berlin möglichst schnell wieder ein umfassendes und einheitliches Nahverkehrssystem bekommen sollte.
[Es] werden die Maßnahmen der Grunderneuerung abweichend von den ansonsten für den Aus- und Neubau von S-Bahnstrecken geltenden Grundsätzen vollständig vom Bund finanziert. Die darüber hinaus gehenden Maßnahmen werden von der Deutschen Bahn AG bzw. den Ländern Berlin und Brandenburg getragen.
Quelle: Die Grunderneuerung der S-Bahn Berlin, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung


Europa- Ebene


verkehrspolitische Sprecher im EU Parlament

Heute fährt die S-Bahn nach Teltow - morgen nach Stahnsdorf ?!
23.02.2005: Zur Eröffnung der S-Bahn nach Teltow haben die grünen Verkehrspolitiker Claudia Hämmerling und Michael Cramer eine Verlängerung nach Stahnsdorf ins Gespräch gebracht. EU-Mittel könnten für Finanzierung genutzt werden.

Claudia Hämmerling und Michael Cramer, verkehrspolitische Sprecher im Abgeordnetenhaus und im Europäischen Parlament, erklären:

Der Eröffnung der S-Bahnstrecke nach Teltow muss der Bau der Verbindung nach Stahnsdorf folgen. Was für die 20.000 Menschen in Teltow recht ist, sollte den 30.000 Menschen in Stahnsdorf/Kleinmachnow nicht verwehrt werden. Die Trasse für diese Verbindung wurde in den 30er Jahren schon vorbereitet - die Troglage ist zu einem großen Teil noch vorhanden - sie wurde sowohl vor als auch nach dem Fall der Mauer frei gehalten. Sie könnte auch die Verbindung zur Friedhofsbahn und damit eine Verbindung zum Bahnhof Wannsee ermöglichen.

1,2 Milliarden Euro, die die Bundesregierung zur Verfügung gestellt hat, wurden von der DB AG nicht abgerufen. Deswegen fordern wir die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg auf, die Planfeststellung für die Verlängerung nach Stahnsdorf unverzüglich einzuleiten, damit die bis 2008 noch zur Verfügung stehenden Gelder verwendet werden können. Diese Strecke würde nicht nur die Verbindung zu 30.000 Menschen in Stahnsdorf und Kleinmachnow herstellen, sondern auch Berlin und Brandenburg noch besser miteinander verbinden.

15 Jahre hat es nach dem Fall der Mauer gedauert, bis die S-Bahn wieder von Lichterfelde Süd nach Teltow fährt. Aus Mitteln des Bundes, der EU und der beiden Länder Berlin und Brandenburg wurde die Anbindung von Teltow und die Umgebung des neuen Bahnhofs finanziert.

Aus Mitteln der EU wurde nicht nur die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Teltow finanziert. Auch die Unterquerung von Fern- und S-Bahntrasse in Lichterfelde für den "Berliner Mauerweg" wäre ohne die Unterstützung der EU (GA-Mittel) nicht möglich gewesen.
Quelle: Pressemitteilung: Erklärung von Claudia Hämmerling und Michael Cramer, verkehrspolitische Sprecher im Abgeordnetenhaus und im Europäischen Parlament

Alternativstimmen

BUND Berlin e.V.

Straßenbahn statt Wiederaufbau der Friedhofsbahn mit Ringschluss nach Teltow-Stadt
Der BUND lehnt den Wiederaufbau der sog. Friedhofsbahn von Wannsee nach Stahnsdorf mit Neubaustrecke nach Teltow-Stadt ab und fordert, die Straßenbahn von Potsdam über Stahnsdorf nach Teltow zu verlängern, wie dies u.a. im Potsdamer Luftreinhalteplan vorgeschlagen wird. Die Stadt Teltow steht diesem Tram-Projekt allerdings noch ablehnend gegenüber.
Quelle: BUND-Position zum S-Bahn-Ausbau in Berlin und im Umland. Stand 2005.
www.bund-berlin.de BUND Berlin e.V./Positionen/Verkehr/ÖPNV/S-Bahn

Abgeordnetenhaus BERLIN

"Stattdessen [der Stammbahn] könnte man mit der Einrichtung eines S-Bahn-Vorlaufbetriebs den stark wachsenden Vorort Kleinmachnow zeitnah an das Berliner Schnellbahnnetz anschließen. Der spätere Ausbau [der S-Bahnverbindung auf der Trasse der alten Stammbahn] zu einer zweigleisigen Regionalbahn wäre nicht ausgeschlossen, ebenso könnte eine spätere Verknüpfung der Strecke mit der Stahnsdorfer Friedhofsbahn offengehalten werden“
Quelle: Antrag der Fraktion der CDU. Abgeordnetenhaus BERLIN, Drucksache 15/4202


weitere Informationen im Internet

 

Links

www.Stadtschnellbahn-Berlin.de

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